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Für Ihre Fragen stehen Ihnen Herr Schneider oder der Kundenservice von Energiedienst selbstverständlich gerne zur Verfügung.

Sie erreichen Herrn Schneider unter der Telefonnummer 07621 53434 und den Kundenservice von Energiedienst montags bis donnerstags von 7.30  bis 17.00 Uhr und freitags von 7.30 bis 15.00 Uhr unter Telefonnummer 07623 92-1200.

Änderungen bei den Umlagen und Abgaben 2020

Die Umlagen und Abgaben auf Strom machen mit der Stromsteuer ungefähr die Hälfte der Stromrechnung aus. Beim Gas gehen rund 13 Prozent des Gesamtpreises an die Öffentliche Hand.

Mit den Energiepreisen werden bei Strom und Gas unterschiedliche Steuern und Abgaben gefordert, die wiederum unterschiedliche abgeführt werden. So werden beispielsweise die Strom- und Gassteuer vom Energielieferanten und die Konzessionsabgaben vom Netzbetreiber abgeführt. Auf die Höhe der Abgaben und Umlagen haben die Energieversorger keinen Einfluss.

EEG-Umlage

Die EEG-Umlage fördert die Erzeugung vom Strom aus erneuerbaren Energien gesetzlich. Davon profitieren beispielsweise Betreiber von Solar-, Windkraft-, Wasserkraft- oder Biogasanlagen. Bezahlen müssen die EEG-Umlage alle Stromkunden, wobei es für stromkostenintensive Unternehmen die Möglichkeit gibt, eine Verringerung bzw. Befreiung bei Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) zu beantragen. Die EEG-Umlage steigt 2020 um 0,351 Cent auf 6,756 Cent je Kilowattstunde an. Die Ursache dafür ist den vier deutschen Übertragungsnetzbetreibern zufolge, die Entwicklung des EEG-Kontos. Dieses sei zwar Ende September im Plus gewesen, allerdings liege der Kontostand etwa 40 Prozent unter dem des Vorjahres.

Offshore-Netzumlage

(bis 31.12.2018 Offshore-Haftungsumlage)

Mit den Einnahmen aus der Offshore-Netzumlage werden Entschädigungskosten bei Störung der Verzögerung der Anbindung von Offshore-Anlagen sowie die Kosten für den Bau und Betrieb von Offshore-Anbindungsleitungen gedeckt. Bezahlen müssen dies Umlage die Stromkunden, wobei es für Stromkosten intensive Unternehmen die Möglichkeit gibt, eine Verringerung bzw. Befreiung bei Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) zu beantragen. Die Offshore-Netzumlage bleibt 2020 mit 0,416 Cent je Kilowattstunde gleich. Damit ist die Offshore-Netzumlage weiterhin auf ihrem höchsten Stand seit ihrer Einführung im Jahr 2013.

KWKG-Umlage

Der Stromnetzbetreiber zahlt für Strom aus Kraft-Wärme-Kopplungs- (KWK-) Anlagen eine Vergütung an den Anlagenbetreiber und holt sich den Betrag über die KWKG-Umlage zurück. Diese Umlage fördert somit die Erzeugung von Strom aus KWK-Anlagen. 2020 sinkt der Zuschlag um 0,054 Cent auf 0,226 Cent pro Kilowattstunde. Die KWKG-Umlage ist von allen nicht privilegierten Letztverbrauchern zu entrichten. Stromkosten intensive Unternehmen bezahlen eine reduzierte Umlage.

Umlage nach § 19 StromNEV

Letztverbraucher können unter bestimmten Bedingungen eine anteilige Befreiung von Netzentgelten bei Netzbetreiber beantragen. Mit der §-19 StromNEV-Umlage wird diese Entlastung auf andere Letztverbraucher umgelegt und so gesetzlich finanziert. Die Umlage auf den Strompreis nach § 19 StromNEV wird sich 2020 wie folgt verändern:

  • Kunden mit einem Verbrauch bis 1.000.000 Kilowattstunden (kWh): Umlage steigt um 0,053 Cent auf 0,358 Cent/kWh
  • Kunden mit einem Verbrauch über 1.000.000 kWh für den darüberhinausgehenden Strombezug: Umlage bleibt bei 0,050 Cent/kWh
  • Kunden mit einem Verbrauch über 1.000.000 kWh, die dem produzierenden Gewerbe angehören und deren Stromkosten im Vorjahr 4% des Umsatzes überstiegen haben: Umlage bleibt bei 0,025 Cent/kWh

Umlage für abschaltbare Lasten nach § 18 AbLaV

Für die Netzstabilität ist es notwendig, dass der Strombezug in bestimmten Zeiträumen reduziert wird. Hierbei unterstützen stromintensive Unternehmen die Netzbetreiber freiwillig, indem sie Lasten abschalten und dafür eine Vergütung erhalten. Diese Vergütungszahlungen werden mit der Umlage für abschaltbare Lasten auf alle umgelegt. Diese Umlage steigt 2020 um 0,002 Cent auf 0,007 Cent pro Kilowattstunde.

Konzessionsabgabe Strom

Netzbetreiber müssen an die Gemeinden in ihrem Netzgebiet eine Konzessionsabgabe abführen. Die Abgabe ist eine Gegenleistung dafür, dass die Netzbetreiber öffentliche Straßen und Wege der Gemeinde nutzen, indem sie dort Strom- und Gasleitungen verlegen. Für Stromkunden mit Verträgen außerhalb der Grundversorgung beträgt die Konzessionsabgabe einheitlich 0,11 Cent je Kilowattstunde – sofern es sich nicht um Stromlieferungen aus dem Niederspannungsnetz handelt oder die gemessene Leistung des Kunden in mindestens zwei Monaten des Abrechnungsjahres 30 Kilowatt überschreitet und der Jahresverbrauch mehr als 30.000 Kilowattstunden beträgt.

Stromsteuer

Die Stromsteuer beläuft sich seit 2003 auf 2,05 Cent pro Kilowattstunde und wird auch im kommenden Jahr nicht erhöht werden. Unternehmen des produzierenden Gewerbes können bei Hauptzollamt einen Antrag zur Steuerentlastung stellen.

Bilanzierungsumlage Gas

Zur Deckung des zu erwartenden Fehlbetrags aus dem Einsatz von Regel- und Ausgleichsenergie wird eine Bilanzierungsumlage auf Standardlastprofile (SLP) sowie auf die Registrierende Leistungsmessung (RLM) erhoben. Diese ist von Bilanzkreisverantwortlichen zu tragen, die SLP- bzw. RLM-Entnahmestellen beliefern. So ändert sich die Umlage 2020:

  • SLP-Bilanzierungsumlage: sinkt um 1,10 Euro auf 0,10 Euro pro Megawattstunde (MWh)
  • RLM-Bilanzierungsumlage: sinkt um 0,50 Euro auf 0,10 Euro pro MWh

Erdgassteuer

Die Erdgassteuer beträgt aktuell 5,50 Euro je Megawattstunde.

Konzessionsabgabe Gas

Die zulässige Höhe der Konzessionsabgabe für Gas beträgt für Sondervertragskunden (Kunden mit einem Jahresverbrauch von 500.000 kWh) momentan 0,03 Cent pro Kilowattstunde (kWh). Ab einem Jahresverbrauch von 5.000.000 kWh entfällt die Umlage vollständig.

* Alle Angaben unter Vorbehalt